Wohnhausbrand auf der Mühlestraße in Tönisvorst

Zu einem im Umbau befindlichen freistehendem zur Zeit unbewohnten Wohnhaus wurde die Freiw. Feuerwehr Tönisvorst am Samstagabend gegen 18:52 Uhr alarmiert. Der Einsatzleiter Brandinspektor Jens Griese war erster vor Ort und nahm bereits vor Eintreffen der anderen Einsatzkräfte vom Löschzug St. Tönis die Revision der Einsatzstelle vor.

Aus dem Dachstuhl quoll dicker Rauch; Flammen waren ebenfalls sichtbar. Zwei Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Eintreffens noch im Gebäude auf, um Gegenstände hier heraus zu holen. Die Personen hatten vorher Reparaturarbeiten am Gebäude vorgenommen. Die Personen mußten sofort den Gefahrenbereich verlassen.

Sofort orderte der Einsatzleiter Jens Griese Verstärkung des Löschzuges Vorst an und teilte den Einsatzbereich in zwei Abschnitte ein, die von Toni van Cleef und Bernd Heyer in Koordination mit dem Tönisvorster Feuerwehrchef Rolf Peschken geleitet worden.

Es wurde ein Außenangriff über die Drehleiter mit einem Wenderohr und über zwei Steckleitern die Brandbekämpfung durchgeführt. Aufgrund der Gefahr eines Einsturzes wurde der Innenangriff, der zuerst parallel durchgeführt wurde abgebrochen. Die Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz vor. Mit Einreißhaken wurde die Dachhaut geöffnet und die Dachziegeln abgedeckt, um so besser an die Brandnester zu gelangen. Der Brand wurde massiv bekämpft und gelöscht.

Die Einsatzstelle wurde komplett ausgeleuchtet. Drei Personen zogen sich während des Einsatzes Verletzungen zu. Ein Feuerwehrmann wurde dem Rettungsdienst und Notarzt, die ebenfalls an der Einsatzstelle waren zugeführt. Er hatte einen Kollaps und wurde vor Ort versorgt; er brachte glücklicherweise nicht dem Krankenhaus zugeführt werden.

Eine der mit Reparaturarbeiten beschäftigten Personen erlitt einen Schwächeanfall und wurde dem Krankenhaus zugeführt. Die andere Person wurde ebenfalls vor Ort ärztlich versorgt (Verdacht auf Rauchgasvergiftung), konnte aber glücklicherweise  an der Einsatzstelle verbleiben. Insgesamt waren 3 Rettungswagen und zwei Notärzte vor Ort.

Ein Löschgruppenfahrzeug aus Kempen wurde mit Atemschutzgeräteträgern ebenfalls zur Verstärkung angefordert und gingen auch in den Einsatz. Die Gas-und Stromversorgung wurde vorsorglich abgesperrt.

Insgesamt waren 14 Einsatzfahrzeuge mit gut 60 Einsatzkräften vor Ort. Ein übergreifen der Flammen auf nebenstehende Gebäude konnte verhindert werden.

Die Polizei und Kripo war ebenfalls vor Ort, die die Brandursachenermittlung vorgenommen haben. Über Brandursache und Schadenshöhe macht die Feuerwehr keinerlei Angaben.

Das Rote Kreuz war zur Versorgung der eingesetzten Kräfte ebenfalls vor Ort.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis ca. 21:30 Uhr.

Text & Bilder: Michael Steeg – Pressesprecher