Blitz schlug in Dachstuhl ein

Gegen 20:19 Uhr wurde ganz Vorst durch einen sehr lauten Knall erschüttert. Selbst im einige Kilometer entfernten Kehn war dieser Knall noch gut zu hören. Was war geschehen?

Ein Blitz war in den Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses auf der Vorster Straße / Ecke Knibbeler Straße eingeschlagen. Die in dem Mehrfamilienhaus wohnenden vier Personen begaben sich sofort ins Freie und alarmierten über den Notruf 112 die Feuerwehr.

Mit mehreren Fahrzeugen und gut 25 Einsatzkräften rückte die Freiw. Feuerwehr Tönisvorst, hier der örtlich zuständige Löschzug Vorst, zur gemeldeten Einsatzstelle aus und ging teils im Innen-teils im Außenangriff zur Lokalisierung vor. Mit Hilfe eines Teleskopmastes wurde der Dachstuhl revidiert; hier die Einschlagstelle des Blitzes festgestellt. Im Inneren des Gebäudes, in der bewohnten Dachspitze war der Blitzaustritt in der Etagendecke und in den Steckdosen des Raumes gut zu erkennen. Mit einer Wärmebildkamera wurde nach Brandnestern bzw. Wärmequellen innerhalb des Dachstuhles und der bewohnten Dachspitze gesucht. Glücklicherweise war durch den Blitzeinschlag kein größeres Feuer entstanden und hatte sich glücklicherweise auf die Ein-und Austrittsstellen geschränkt.

Während der Revisionsarbeiten wurde vorsorglich eine Wasserversorgung zur Brandbekämpfung aus dem öffentlichen Hydrantennetz und den mitgeführten Feuerwehrfahrzeugen aufgebaut.

Durch den Blitzeinschlag innerhalb des Dachstuhles wurden mehrere Dachziegeln aus der Verankerung gerissen, die teils auf den Gehweg, teils auf die vorbeiführenden Straßen und in ein Oberlicht eines Nebengebäudes fielen. Dadurch entstand ebenfalls Sachschaden.

Glücklicherweise wurde keine Person sowohl innerhalb wie auch außerhalb der Häuser verletzt.

Eine Dachdeckerfachfirma wurde ebenfalls angefordert, die nach Revision die beschädigten Dachziegeln erneuerten. Die Einsatzstelle wurde die Polizei weiträumig abgesperrt; zahlreiche Schaulustige verfolgten trotz einsetzenden Regens das Geschehen vor Ort.

Der Einsatz, der bis ca. 21:30 Uhr dauerte, wurde durch die beiden Feuerwehr-Führungskräfte  Albert Roesges und Toni van Cleef geleitet.

Text & Fotos: Michael Steeg (Pressesprecher)