Löschzug St. Tönis der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst hielt Jahreshauptversammlung ab – mehr als 15.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit für die Bevölkerung


Zu ihrer Anfang des Jahres stattfindenden Löschzugversammlung fanden sich,
neben den Mitgliedern der Ehrenabteilung des Löschzuges St. Tönis, fast alle
aktiven Feuerwehrangehörigen im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses
auf der Mühlenstraße ein.
Löschzugführer Hans-Gerd Wolters begrüßte alle Anwesenden, darunter auch
den Leiter der Tönisvorster Feuerwehr Rolf Peschken. Er gedachte mit allen in
einer Schweigeminute ihrer verstorbenen Kameraden.
Im Grußwort sprach der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst
Stadtbrandinspektor Rolf Peschken allen Mitgliedern des Löschzuges St. Tönis
für deren Einsatz im abgelaufenen Jahr 2017 Dank aus und erwähnte hier
besonders die gute und reibungslose Arbeit im Dienst- und Übungsbetrieb. Er
zollte dem Kameradinnen und Kameraden für die erfolgreiche Abwicklung der
sehr stark gestiegenen Einsatzzahlen seinen persönlichen Respekt.
Nach einem Jahresbericht, vorgetragen durch Schriftführer Daniel Schindler,
wurden, nach erfolgreichen Besuch verschiedener Aus – und
Fortbildungslehrgänge auf Stadt-, Kreis- und Landesebene, Jonas Kohnen zum
Oberfeuerwehrmann, René Peschken, Christian Linke, Simon Steinberg und
Stephan Westermann zum Hauptfeuerwehrmann, Lukas Plischke und Robin
Lambertz zum Unterbrandmeister befördert. Im Bereich der Führungskräfte
erhielten Tim Rouse (Brandmeister), Daniel Schindler (Oberbrandmeister) und
Frank Meier (Stadtbrandinspektor) ihre Beförderungsurkunden. Die aus der
Jugendfeuerwehr überstellten Niklas Schmedders und Marvin Jungjohann
erhielten Ihre Dienstgradabzeichen als Feuerwehrmann. Der im letzten Jahr
verhinderte Marcel Heese (Oberfeuerwehrmann) wurde ebenfalls noch einmal in
die Runde der frisch Beförderten geholt.
Die Anzahl der aktiven Einsatzkräfte im Löschzug St. Tönis konnte mit 61
Kräften (62) fast stabil gehalten werden. Trotz des sehr erfreulichen
Neuzuganges von 7 neuen Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, verließen
leider auch acht langjährige Kameraden im Jahresverlauf den Feuerwehrdienst
(Private, berufliche Gründe oder Wohnortwechsel). Mehrere
Feuerwehrkameraden anderer Löschzüge stehen dem Löschzug St. Tönis
tagsüber im Rahmen einer Zweitmitgliedschaft zur personellen Verstärkung
während der personalkritischen Tagesstunden zur Verfügung. Trotzdem ist es
notwendig, dass die Wehrführung das Thema “Tagesverfügbarkeit der
ausschließlich ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte“ engmaschig überwacht.
Engagierte Nachwuchskräfte sind beim Löschzug St. Tönis auch weiterhin
herzlich willkommen!
Mit 218 Einsätzen, einem sehr massiven Zuwachs von 53 Einsätzen – das sind
gut 32 % Steigerung, war das Jahr 2017 alles andere als ein durchschnittliches
Feuerwehrjahr. Während die klassischen Brandeinsätze (Feuermeldungen +
Einsätze Alarm über Brandmeldeanlage) bei nur unter 20 % der Gesamteinsätze
(40 Brandeinsätze) lagen, schlug der Komplex “Personen in
Notlage/Unterstützung Rettungsdienst“ mit rund 50 Einsätzen massiv zu Buche.
Allein unter dem Stichwort “Verletzte Person hinter Tür“ waren 31 Einsätze
abzuarbeiten – das kommt einer Verdreifachung der Einsätze auf Vorjahresbasis
(11) gleich. Hier werden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, nicht zuletzt auch
während der personalkritischen Tagesstunden, durch die demografische
Entwicklung und gesellschaftliche Veränderungen sehr stark belastet. Nahezu
jede Woche fällt ein derartiger Einsatz an!
Der restliche Bereich der technischen Hilfeleistungen entwickelte sich
weitgehend unauffällig – es dominierte das Tagesgeschäft der kleineren
Hilfeleistungen (Ölspuren/Auslaufende Betriebsmittel aus KFZ/Tierrettungen/u.
W.). Die ehrenamtlichen Kameraden aus St. Tönis waren bei mehreren
schweren Verkehrsunfällen im Einsatz. In diesem Bereich war der Rüstwagen
auch mehrfach im Einsatzbereich des Löschzuges Vorst gefordert. Die noch
relativ junge Standardeinsatz-Regel “Technische Rettung PKW“ bewährte sich
weiter auf Basis der Gesamtwehr Tönisvorst.
Durch mehrere kleine Unwetter kam es zu einer Erhöhung der Unwetter- und
Sturmeinsätze auf 20 Einsätze im Gesamtjahr 2017.
Als einziger größerer Brandeinsatz ist den Aktiven aus St. Tönis der Brand in
der Absauganlage bei der Firma Ladenbau Pickartz auf dem Lenenweg (März
2017) in Erinnerung geblieben. Hier war es den Einsatzkräften beider
Tönisvorster Löschzüge (Vorst + St. Tönis) gelungen, den Brand mit mehreren
Trupps unter Atemschutz in kurzer Zeit unter Kontrolle zu bringen. Dadurch
konnte der Sachschaden stark minimiert werden.
Die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden war im
abgelaufenen Jahr wieder der wesentliche Schwerpunkt im Dienstbetrieb der
Feuerwehr: Zur Vertiefung der Ausbildung besuchten die
Feuerwehrangehörigen viele Lehrgänge und Seminare. 28 reguläre
Dienstabende (14tägig-Montags) und 26 Sonderdienste fanden während des
Jahres 2017 statt. Ein Schwerpunkt der Ausbildungsmodule war im Jahr 2017
die weitere Vertiefung der Standardeinsatz-Regel Technische Rettung PKW und
die Einführung von Schlauchpaketen.
Löschzugführer Hans-Gerd Wolters stellte den Dienstplan für das Jahr 2018 vor,
der wieder sehr interessant sein wird und die Mitglieder theoretisch und
praktisch auf dem aktuellen Stand hält. In den Ausbildungsgruppen werden
Schwerpunkte bei den Themen Atemschutznotfalltraining, Einsatz von
Schlauchpaketen, Brandmeldeanlagen + Aufzüge und Sonderlagen für den
Bereich der technischen Hilfeleistung gesetzt.

 

Jahreshauptversammlung vom Löschzug St Tönis - Beförderungen
Jahreshauptversammlung vom Löschzug St Tönis – Beförderungen

Foto – Rechte Feuerwehr – Die beförderten Feuerwehrkameraden mit
Löschzugführung +  Wehrführer: vlnr. Stellv. Löschzugführer Jens Griese,
Feuerwehrmannanwärter Nico Frass, Feuerwehrmannanwärter Alexander
Nichts, Wehrführer Rolf Peschken, Oberfeuerwehrmann Jonas Kohnen,
Unterbrandmeister Robin Lambertz, Stadtbrandinspektor Frank Meier,
Hauptfeuerwehrmann René Peschken, Oberbrandmeister Daniel Schindler,
Hauptfeuerwehrmann Stephan Westermann, Brandmeister Tim Rouse,
Unterbrandmeister Lukas Plischke, Löschzugführer Hans-Gerd Wolters,
Oberfeuerwehrmann Marcel Heese.